Heilpraktikerin Ulrike Ratzko

 

Similia similibus curentur
Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt

Der Heilungsansatz der Homöopathie ist genau andersherum als bei anderen (allopathischen) Heilmethoden, es handelt sich um das sogenannte Ähnlichkeitsprinzip. Das homöopathische  Heilmittel ist die Substanz, welche unverdünnt bei einem Gesunden ähnliche Symptome auslöst, wie die Krankheitssymptome, die es mit der verdünnten und potenzierten Substanz zu heilen gilt. 

Warum die Homöopathie nach dem Ähnlichkeitsprinzip so gut funktioniert, ist schwer wissenschaftlich erklärbar. Immer wieder wird die Wirksamkeit von Homöopathie angezweifelt. Die Funktionsweise nach dem Ähnlichkeitsprinzip beruht auf empirischer Beobachtung. In jahrelangen Beobachtungen und Selbstversuchen wurden immer wieder erstaunliche Heilerfolge dokumentiert, die Methode „Homöopathie“ wurde weltweit immer weiter entwickelt.

Sowohl leichte und schwere akute Erkrankungen wie auch chronische, oft jahrzehntelange Leiden können homöopathisch behandelt werden, manchmal ist es auch hilfreich homöopathisch die Nebenwirkungen einer schulmedizinischen Behandlung abzumildern, z.B. bei Chemotherapie.

Um das passende Mittel zu finden, wird der Patient genau befragt und betrachtet, um ein ganzheitlich umfassendes Bild zu erhalten. Berücksichtigung finden natürlich die Hauptbeschwerden, aber es werden auch ganz individuellen Merkmale erfragt und in die Mittelwahl eingebunden. (Eigenschaften, Vorlieben, Gewohnheiten). Wichtig ist außerdem, was die Beschwerden des Patienten bessert oder verschlimmert (z.B. Kälte, Regen, Zorn…). Auch die Krankheitsgeschichte der Eltern/Großeltern können einbezogen werden (Miasma)    

Es kann vorkommen, dass bei gleichen Beschwerden unterschiedliche Mittel geeignet sind, je nachdem, ob sich die Beschwerden bei Kälte bessern oder verschlimmern. Selbst die Tageszeit zu der die Beschwerden verändert sind, kann eine Rolle spielen.

Die Vielfältigkeit der Möglichkeiten durch verschiedene Methoden läßt die Homöopathie sehr beweglich bleiben – da sich unsere Krankheiten immer mehr verändern ist es gut, auf Heilmittel und Heilmethoden zugreifen zu können, die da „mitkommen“ und nicht auf ein Schema oder eine starre Methode – ohne nach rechts oder links zu gucken - festgelegt sind.

Geschichte - Entdeckung der Homöopathie durch Samuel Hahnemann

Auf der Basis von Selbstversuchen entwickelte Samuel Hahnemann das Ähnlichkeitsprinzip Similia similibus curentur und damit die verbesserte Wirkung von Substanzen durch potenziertes Verdünnen. Er stellte fest, das Mittel umso besser wirkten, je stärker sie verdünnt waren und entwickelte die systematische Methode der Potentierung.

Außerdem setzte sich Samuel Hahnemann für verbesserte Hygiene, eine gesundere Ernährung und Bewegung an frischer Luft ein. Diese Faktoren haben ihren Teil zu Samuel Hahnemanns Erfolgen beigetragen. Die Homöopathie verbreitete sich schon zu Hahnemanns Lebzeiten sehr rasch. In kurzer Zeit eroberte sie Deutschland, Europa, Amerika und sogar Asien.

Sie wurde von zahlreichen engagierten Schülern weiterentwickelt. Später wurde auch von Hahnemann die „Miasmenlehre“ d.h. die homöopatische Berücksichtigung von ererbten Krankheiten oder gesundheitlichen Schwachpunkten, die aus schweren Krankheiten, schlimmen Traumata etc. aus den vorherigen Generationen weitergegeben sein können und auch die verdeckte Ursache für bestimmte Krankheitsneigungen sein kann.